0066

Es gibt diesen seltsamen Menschenschlag, und über den will ich heute reden. Da gibt es also ein paar Leute, die meinen, dass ein ihnen namentlich unbekannter Künstler (oder was auch immer) sich dem Verhalten und Entwicklungen und Aussagen eines anderen, namentlich und mehrfach bekannten Künstlers unterzuordnen hätte. Jeder Mensch drückt sich so aus, wie er seine Wirklichkeit wahrnimmt, und nicht, wie die Wirklichkeit ist.

Frohes Neues Jahr zusammen!


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0065

Wie wäre es, erst einmal das Menschenmögliche und Menschenmachbare so weit es geht zu vergrößern, ehe wir uns alle darauf einigen, was der Idealzustand für alle für immer sein soll?

Ich glaube nämlich, wir haben zu wenige Lösungen, die weiter als nur in eine unbekannte Zukunft reichen, anstatt auf diesen einen guten Weg zu weisen.


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0064

Ist dies nicht der Traum jedes Buches, Films und jeder Unterhaltung: zu einem Teil des kollektiv Verstandenen einer Kultur zu werden, weil dies die Kultur ihrem eigenen Selbstverständnis nach ist? Eine ewige Geschichte, die wie eine mit Schlangen und bösen Menschen drin, ewig erzählt werden?


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0063

Was ist das nun,

sich auf der Toilette sich erinnern zu können, dass man zum letzten Mal so besorgniserregend festen Stuhlgang zum letzten Mal gehabt hat, als man als Kind sich zwei Tage lang nur von Schokolade und Milch ernährt hatte,

ist das schon zynisch oder eine Beschwerde auf hohem Niveau?

Oder doch das Zeichen einer verkorksten Kindheit?

0062

Ich will nicht mit dir sprechen.

Ich will

atmen, wenn du atmest,
mein Herz soll schlagen, wenn deines schlägt,
will hören, was du hörst,
will eines sein, auf gleicher Wellenlänge.

Will mit dir eins sein.

Aber sprechen,

ich will nicht mit dir sprechen.

Ich will

im Vergleich zu dir. Und das ist nicht ein zufälliges Wortspiel, bei dem der Leser sich einbildet, auf eine Interpretation gestoßen zu sein, die dem Autoren nicht bewusst gewesen ist.

Ich will

weniger von mir, und mehr von dir sein, weil ich dann
dich besser lieben kann.

Aber sprechen,

ich will nicht mit dir sprechen.

Und dieses Mal bemerke ich

weil ich mit dir sprechen muss,

dass ich dich fragen sollte, ob du mich denn

nicht doch

lieber so hast, wie ich bin.

Anstatt mich zu verlieren in einer Fantasie, in der ich allein entscheide, was Liebe denn nun ist.

Link zu »Aufnahme Gedicht #0062 Aus Der 1000 Tage Challenge« auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=9WpDd6Jppe4

 

Link zu »Enthüllter Narziss« auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=H9tTmQbmkJk

 

Link zu »Aufnahme Gedicht #0062 Aus Der 1000 Tage Challenge« auf SoundCloud: https://soundcloud.com/blackhardpress/aufnahme-gedicht-0062-aus-der-1000-tage-challenge-von-blackhard-press

 

Link zu »Enthüllter Narziss« auf SoundCloud: https://soundcloud.com/blackhardpress/enthullter-narziss


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0060

Seit es die sogenannte single frame freeform liquid distortion—also die Möglichkeit gibt, digital das zu tun, was man mit Farbpigmenten in Lösung davor schon tun konnte, und was, um den Kreis zu schließen, die Evolution macht—gibt, können jetzt mehr Leute erkennen, wie Evolution arbeitet.

Wir sind alle Farbe. Oder Lehm.


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0058

Wie weit schaffen es unsere Genies zu denken und zu lehren,

ehe alle

für immer

das Gleiche denken?

Wie groß können wir

die Wunde ins Firmament , um zu blicken in die Wahrheit,

noch schlagen,

ehe sie verschorft,

mit Leuten, die glauben, dass sie alles,

und vor allem,

besser

wüssten?


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0057

Linguisten gehören zu den wenigen Menschen, die verstehen, dass Sprachen aus Handlungen bestehen, die bestimmte Menschen zusammen machen, um ihre Gehirne einander anzugleichen, um die Fitness für die beteiligten Gehirne zu erhöhen, weil es dann mehr einander ähnelnde Gedanken in diesen Gehirnen gibt, die sich Umwelt und Innenwelt damit nun teilen.

Dass manche Linguisten dann des Öfteren im Geheimen anmerken, Sprache sei lebendig, sei ein Lebewesen, dessen Organe aus Sprachfamilien bestünden, mit uns als Zellen dieses Wesens, aber alle aus dem gleichen Ursprung, der ersten Zelle der Sprache, nur um dann halb zu flüstern, halb zu schreien: ist dann der Leib der Sprache denn nun geschlechtsreif und sucht sich einen Partner? Wenn ja, um Gottes Willen, wen? Gibt es mehrere davon? Und was entwickelt sich dann als Kind der Sprache?

Die letzteren dann, die irren Flüsterer, ich beneide sie nicht, nicht im Geringsten. Die ersteren jedoch, die bewundere ich.


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